Research-Studie


Original-Research: Frequentis AG - von BankM AG

Einstufung von BankM AG zu Frequentis AG

Unternehmen: Frequentis AG
ISIN: ATFREQUENT09

Anlass der Studie: Kurzanalyse
Empfehlung: Kaufen
seit: 17.07.2020
Kursziel: EUR 22,70
Kursziel auf Sicht von: 12 Monate
Letzte Ratingänderung: keine
Analyst: Daniel Grossjohann und Dr. Roger Becker

Kollateralschaden durch FMA-Bescheid gegen Commerzialbank Mattersburg sehr
wahrscheinlich

Die Frequentis AG (ISIN ATFREQUENT09, General Standard, FQT GY) hat bei
einer österreichischen Bank, der durch die österreichische
Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) die Fortführung des Geschäftsbetriebs
untersagt wurde, erhebliche Einlagen von rd. € 31 Mio. Die Vorwürfe gegen
die Commerzialbank Mattersburg im Burgenland (50 Mitarbeiter; Bilanzsumme €
800 Mio.) lauten auf Bilanzfälschung und es ist davon auszugehen, dass ein
größerer Teil der Einlagen verloren ist. Dennoch würde auch im Worst Case
eines Totalverlusts der Einlage der operative Betrieb bei Frequentis
hiervon nicht beeinträchtigt werden. Wir sind bei der Aktualisierung
unserer Schätzungen aus Gründen der Vorsicht davon ausgegangen, dass
Frequentis ihre gesamte Einlage bei der Commerzialbank verlieren wird – der
hieraus resultierende Bewertungseffekt entspricht rd. € 2,30 pro Aktie (bei
13,28 Mio. Aktien). Der Kurs der Frequentis-Aktie sank mit Bekanntwerden
der Meldung um € 2,90 (XETRA-Schluss), hatte den Worst Case also mehr als
eingepreist. Mittlerweile hat sich der Kurs wieder deutlich erholt. Wir
stufen die Frequentis-Aktie - auch bei nun reduziertem Kursziel - weiterhin
mit Kaufen ein.

Erhebliche finanzielle Verluste. Der Vorfall hat auch Auswirkungen auf
weitere Unternehmen, die ihre Einlagen bei der Commerzialbank haben. Diese
kommen kurzfristig nicht an ihre Gelder und müssen mit erheblichen
finanziellen Verlusten rechnen. So vermutet bspw. der Landeshauptmann des
Burgenlandes dass die € 5 Mio., die Energie Burgenland als Einlage
geleistet hat, „weg“ sind. Die österreichische Tochter der CTS Eventim
(Barracuda) hat Einlagen i.H.v. € 34 Mio. bei dem Institut. Die bereits
aktivierte Einlagensicherung (bis € 100k) hilft bei größeren Einlagen kaum,
die Verluste gering zu halten.

Positiver Newsflow überlagert. Positive Meldungen der letzten Wochen, wie
die Beauftragungen in Hamburg (Polizei/Feuerwehr), Leeds (Leeds Bradford
Airport) und Griechenland (Küstenwache) werden vor dem Hintergrund der
heutigen Meldung kaum wahrgenommen. In Hamburg erhielt Frequentis den
Zuschlag für das Projekt Perle und liefert die Kommunikationssysteme für
die Einsatzleitstellen von Polizei und Feuerwehr und übernimmt für
mindestens 10 Jahre die Systemwartung. Auch wenn über das genaue
Projektvolumen Stillschweigen vereinbart wurde, dürfte es im oberen
einstelligen Millionenbereich liegen.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/21223.pdf
Die Analyse oder weiterführende Informationen zu dieser können Sie hier downloaden
http://www.bankm.de/webdyn/141_cs_Research%20Reports%20Disclaimer.html.

Kontakt für Rückfragen
BankM AG
Daniel Grossjohann
Dr. Roger Becker, CEFA
Mainzer Landstrasse 61, 60329 Frankfurt
Tel. +49 69 71 91 838-42, -46
Fax +49 69 71 91 838-50
Email: daniel.grossjohann@bankm.de; roger.becker@bankm.de

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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.